Genießen im Café hat eine lange Tradition. Das erste Kaffeehaus, seit es überhaupt
Kaffee gibt (ca. 1000 n. Chr.) stand in Mekka im Morgenland. Hamburger Kauffahrer brachten als erste die braune Bohne aus Übersee. 1677 hatte an der Elbe das erste Kaffeehaus Deutschlands Premiere. In München war
1699-1730 in dem Anwesen Residenzstr. 5 das erste Kaffeehaus des Hofzuckerbäckers Claudius Surat untergebracht und 1721 erwarb der Türke Josef Ferdinand Schönwein das Haus Kaufingerstr. 7 und betrieb darin die
Kaffeestube „Zum Türken“, in der er den belebenden Türkentrank feilhielt.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts kannte man nur die Pflanzensorte „Coffea arabica“, deren Ursprünge im Hochland von Äthiopien und dem Jemen
lagen. Später wurden weitere Arten in West- und Zentralafrika gefunden und kultiviert. Die Kaffeepflanze zählt zur botanischen Klasse der Rubiaceen. Für die Gewinnung von Kaffee werden im wesentlichen die zwei Sorten
Arabica (70% des weltweit produzierten Kaffees stammen von dieser Sorte) und Robusta (ca. 30% der Weltproduktion) verwendet. Daneben existieren noch die weniger verbreiteten Sorten Excelsa und
Liberica, die nur in einigen Ländern Afrikas angebaut werden.
Die Anbauzone des Kaffees befindet sich zwischen dem 23. Grad nördlicher und dem 25. Grad südlicher Breite. Hauptanbaugebiete sind
Brasilien, Kolumbien und El Salvador, gefolgt von Nicaragua, Guatemala und Kenia. Die besten Bohnen gedeihen in Hochlagen zwischen 900 und 1500 Metern.
Zu jeder Zeit des Jahres ist in einem Land der Erde die Ernte der Kaffeekirschen. Nur reife Bohnen
entwickeln später beim Rösten das volle Kaffeearoma. Daher werden nur die roten Kaffeekirschen geerntet. Anschließend werden Kirschen und Bohnen getrennt. Entweder indem das
Fruchtfleisch mit Wasser abgequetscht wird (nasse Aufbereitung) oder die Früchte solange getrocknet werden, bis sich die Bohnen vom Fruchtfleisch lösen (trockene Aufbereitung).
Die völlig getrocknete Bohne wird nun gehäutet. Dieser Rohkaffee wird nach der Größe der Bohnen sortiert, vor allem um Stinkerbohnen, Bruchbohnen oder unreife Bohnen auszulesen, da schon wenige dieser Bohnen das gesamte
Aroma eines Sackes verderben können. Anschließend werden sie in 60-Kilo-Säcke gefüllt und verschifft. Erst im Bestimmungsland wird die Bohne bei 100°C – 260°C geröstet
und entfaltet nach der Umwandlung zum Kaffee seine bis zu 800 Aromastoffe. Zu guter Letzt werden in den geheimen „Kompositionszimmern“ die Aromen
der einzelnen Sorten zu einem Blend zusammengemischt, damit durch die Güteschwankungen eine gleichbleibende Qualität gewährleistet wird.
Um die Kultur des Kaffees zu pflegen, verfügen wir über eine Wasserenthärtungsanlage, um Ihnen einen optimalen Kaffee mit etwa 8-10 Härtegraden anzubieten.